12.06.2019

Nachhaltige Städte und Gemeinden - Das Thema der Challenge

Leonie Matt

Bei dem Nachhaltigkeitsziel der aktuellen Challenge geht es um nachhaltige Städte und Gemeinden. Aber was bedeutet das überhaupt? Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, dass mittlerweile weltweit rund 50 Prozent der Menschen in Städten leben. 2050 werden es voraussichtlich 80 Prozent sein – man könnte auch vom Zeitalter der Städte sprechen. Die Schwierigkeit dabei ist, dass Städte den Klimawandel fördern, indem sie durch ihren enormen Energieverbrauch die Erderwärmung anheizen.
So sind Städte für jeweils 70 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich: Dafür sorgen der dichte Verkehr, die intensive Bautätigkeit, der hohe Energiebedarf und enorme Mengen an Müll und Abwasser – in Städten kommt auf verhältnismäßig kleinem Raum viel zusammen.
Aber vergesst nicht: Städte sind auch gerade wegen ihrer Dichte ein extrem guter Ansatzpunkt für Maßnahmen gegen den Klimawandel! Mit lokalen Maßnahmen kann eine große Masse an Menschen erreicht werden, zum Beispiel durch emissionsärmere Verkehrssysteme, flächensparende oder kompaktere Stadtstrukturen oder energiesparsame Gebäude.

 

Im folgenden Artikel möchten wir euch von einem ungewöhnlichen Beispiel berichten, dass das Leben in der Gemeinde verbessert hat – das Problem kennen sicher viele von euch. In dem zweiten Beispiel dieses Artikels geht es um eine Initiative, die vor allen Dingen das Zusammenleben und die Gemeinschaft in der Stadt fördert. Denn: obwohl Menschen in der Stadt häufig dicht beieinander leben, ist Einsamkeit ein aktuelles gesellschaftliches Problem.

Du möchtest mehr erfahren? Schau hier!

 

Knoop – Straßenlaternen auf Knopfdruck anschalten

Diejenigen unter euch, die in einem Dorf wohnen, werden es vielleicht kennen: Du gehst später am Abend oder nachts von Freunden nach Hause und es ist stockfinster, weil die Straßenlaternen ab einer bestimmten Uhrzeit ei ausgeschaltet werden. Stell dir vor, du könntest - statt deine Smartphone-Taschenlampe zu nutzen – einfach per App die Laternen einschalten. Genau das dachte sich der heute 27 Jährige Simon aus Löwenstedt in Schleswig-Holstein: Er fand es uncool, dass im Dorf um Mitternacht nichts mehr los ist. Deshalb entwickelte der Informatiker gemeinsam mit Kollegen aus seiner Firma Sourceboat die App „Knoop“ – was auf Hochdeutsch Knopf bedeutet: Mit dem Smartphone können Nachtschwärmer auch zu später (und dunkler) Stunde Straßenlaternen bedienen – diese leuchten dann für 12 Minuten und gehen danach wieder aus. Mittlerweile sind alle 104 Straßenlaternen angebunden. Gerade jüngere Menschen freuen sich über die Anwendung. Für Menschen ohne Smartphone überlegt Simon nun, einen Button im Gasthof des Ortes zu deponieren, den Gäste bedienen können, bevor sie den Heimweg antreten.

Du möchtest mehr über Knoop erfahren? Schau hier!

Nebenan.de – Das Werkzeug für eine lebendige Nachbarschaft

Wie viele deiner Nachbarinnen und Nachbarn kennst du namentlich? Und von wie vielen weißt du, was sie beruflich machen oder was ihre Hobbys sind? Viele Menschen geben an, ihre Nachbarn gar nicht oder kaum zu kennen. Das Internet-Start-up nebenan.de hat es sich zum Ziel gemacht, das nachbarschaftliche Miteinander in Deutschland zu fördern. Die Idee kam dem Gründer Christian Vollmann, als dieser zufällig auf die amerikanische Plattform nextdoor.com stieß: Leute, die sich persönlich nicht kennen, aber in unmittelbarer Nähe zueinander leben, knüpfen online Kontakte, um sich auch im echten Leben zu vernetzen. Das Internet hilft uns, unsere Bedürfnisse zu erfüllen: Wenn wir Hunger haben, können wir uns heute essen online bestellen und bis zur Haustür liefern lassen. Wenn wir Unterhaltung suchen, schauen wir YouTube-Videos oder Serien auf Netflix. Das Bedürfnis, sich dort, wo man lebt zu Hause zu fühlen, zählt auch dazu. In Deutschland sind mittlerweile über 800.000 Menschen auf nebenan.de aktiv, tauschen sich aus, organisieren sich zu Spieleabenden oder leihen sich über die Plattform Gegenstände – banale Dinge. Doch wenn diese „banalen Dinge“ von zehntausenden Menschen genutzt wird, hat dies einen Einfluss auf unser Zusammenleben, unsere Gesellschaft.

Du brauchst mehr Infos? Schau dir diesen Artikel an!

 

Magazin

Was dich noch interessieren könnte