26.06.2019

5 Fragen an den YouTuber RobBubble

Leonie Matt
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, waren wir vor einigen Wochen auf der TINCON in Berlin unterwegs. Dort haben wir unter anderem die nette Bekanntschaft mit Robin, besser bekannt als RobBubble, gemacht. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, dem bekannten YouTuber und Produzenten mit ein paar Fragen zu löchern :-) Viel Spaß beim lesen!

 

xStarters: Hi Rob! Du bist ja schon richtig lange in digitalen Medien unterwegs und hast mit 14 Jahren schon einen Podcast gemacht! Was war in der Zeit von damals zu heute die krasseste Veränderung?

Robin: Inzwischen kann ich damit Geld verdienen. Tatsächlich hat sich nicht viel geändert – ich mache jetzt, 13 Jahre später, immer noch Podcasts aber ich denke das einzige ist, dass es jetzt zum Beispiel ganze Messen gibt, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Dass ein ganzer Berufszweig daraus entstanden ist: Von einem Hobby, wo anfangs überhaupt nicht denkbar war, dass das in irgendeiner Art Konkurrenz sein kann zu klassischen Medien und zu dem, was es heute ist, ein ganzer Berufszweig.

xStarters: Wie kam es dazu, dass du dich sozial engagieren wolltest? Hast du dich schon immer für soziale Themen interessiert?

Robin: Ich finde das jeder, aber vor allen Dingen Leute, die Reichweite haben, eine Verantwortung tragen. Das heißt vor allen Dingen, keinen Mist zu bauen und das zu filmen, um damit Klicks zu machen. Auf der anderen Seite bedeutet es auch: Wie kann ich diese Reichweite für etwas Positives einsetzen? Weil am Ende des Tages bin ich als YouTuber in einer sehr privilegierten Situation: Ich kann quasi „Blödsinn im Internet machen“ und werde dafür bezahlt. Dass zu nutzen um zu sagen: Mir sind Dinge wichtig und ich möchte, dass andere Leute auch mitbekommen, was für wichtige Themen das sind. Ich versuche natürlich die Themen auch so aufzuarbeiten, dass sie am Ende interessant sind und gerne geschaut werden. Im besten Fall ist es eine Win-Win-Situation: Ich kann meinen Zuschauern Dinge an die Hand geben, die spannend sind und gleichzeitig den einen oder anderen Gedankenanstoß mit sich bringen.

Infobox

Wer steckt hinter @RobBubble?

 

Mit 14 fand Robin seinen Anfang in den Medien durch einen eigenen Podcast über Videospiele. Dafür gewann er 2007 auch den Deutschen Podcast Award.
Neben vielen anderen Sachen hat Robin seit November 2013 einen Satire und Comedy YouTube Kanal, der für den Deutschen Webvideopreis 2014 nominiert wurde und welcher inzwischen über 200.000 Abonnenten zählt. Gemeinsam mit anderen YouTubern initiierte er den erfolgreichen jährlichen Spenden-Stream „Loot für die Welt“, insgesamt kam dort bereits über 750.000€ zusammen.
Mit seiner eigenen Produktionsfirma, der Richtig Cool GmbH, produziert er unter anderem für den Kika oder SuperRTL.

 

xStarters: Du nutzt deine Präsenz und dein Talent in digitalen Medien – im Spendenstream „Loot für die Welt“ habt ihr mehr als 750.000 Euro zusammenbekommen. Ist es eine Herausforderung, für solche Themen die gleiche Aufmerksamkeit zu erhalten, wie für das für YouTube typische Entertainment?

Robin: Interessanterweise gar nicht! Die Spendenaktion haben wir mit ganzen vielen YouTubern zusammen gemacht und da ist echt ziemlich viel Geld zusammengekommen. Erstaunlicherweise haben wir nicht wirklich viel gemacht – einfach nur eine Kamera aufgestellt für einen Livestream. Die Leute haben einfach gespendet, weil sie scheinbar cool finden, was wir machen und es gerne unterstützen wollten. Das zeigt meiner Meinung nach auch: Das Interesse ist da, was vielen fehlt, ist, mit diesen Themen angesprochen werden.

xStarters: Was rätst du jungen Leuten, die z.B. mit YouTube oder generell mit digitalen Medien Geld verdienen wollen?

Robin: Machen! Ich glaube, es gibt gerade in der letzten Zeit viel mehr erste Begegnungen für junge Menschen mit relevanten Themen: Wir hatten jetzt erst Artikel 13, #fridaysforfuture – viele Möglichkeiten, aktiv zu werden, sich zu engagieren und auch im Internet laut zu werden. Und es funktioniert! Man sieht es. Das Thema ist groß in der Debatte und beeinflusst politische Diskussionen.

xStarters: Wirst du in zehn Jahren immer noch im Podcast zu hören sein? Und wirst du in YouTube Videos zu sehen sein?

Robin: Also in fünf Jahren würde ich sagen auf jeden Fall, weil ich mittlerweile auch schon fünf Jahre dabei bin. Ob es in 10 Jahren immer noch so aussieht ist, finde ich schwer zu sagen. Vor 10 Jahren war immerhin auch noch nicht denkbar, was heute möglich ist.

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