29.01.2020

Interview mit Axel Heinrich: Build on Volkswagen

Lara Katharina Steinmann

Kreativität und innovative Lösungen - beides Dinge in denen Axel Heinrich Experte ist

 

Bei unserer aktuellen Challenge unter dem Thema "Build on Volkswagen", wird das Thema Mobilität behandelt und wie man diese für einen guten Zweck einsetzen kann. Dazu braucht es Kreativität und innovative Lösungen – beides Themen, mit denen sich Axel Heinrich, bisheriger Leiter unseres Konzernpartners „Volkswagen Group Innovation“ bestens auskennt. Im Interview erklärt er, was Mobilität in unterschiedlichen Regionen leisten kann und welche Chancen er für die Zukunft sieht.

xStarters: Herr Heinrich, wir freuen uns, dass xStarters und die Volkswagen Group Innovation bei der aktuellen Challenge zusammenarbeiten. Uns geht es im aktuellen Wettbewerbsdurchlauf darum, Mobilität sozial zu denken. Aber je nachdem, wo man lebt, kann Mobilität ganz unterschiedlich wahrgenommen und eingesetzt werden. Städte haben im Vergleich zum Land oft eine bessere Infrastruktur und bieten ihren Bewohnern viele Möglichkeiten, weil dort mehr Menschen auf einem Fleck leben und es somit einen Markt für viele unterschiedliche Dienstleistungen gibt. Auf dem Land gibt es weniger Gedränge und mehr Raum für den Einzelnen, dafür aber oft auch weniger Angebote, sodass die Menschen lange Wege in Kauf nehmen müssen, um bestimmte Services zu nutzen. Was glauben Sie, wie können mobile Lösungen in Städten und auf dem Land unterschiedlich eingesetzt werden?

Axel Heinrich: Besonders in ländlichen Gegenden oder für Angebote, die nicht regelmäßig genutzt werden, bieten sich mobile Alternativen an. Das können zum Beispiel temporäre Ladesäulen bei Veranstaltungen sein, oder auch eine mobile medizinische Versorgung für Gebiete, in denen der nächste Arzt sehr weit entfernt ist. Mobilität hat also immer mit Infrastruktur zu tun – und somit einen starken gesellschaftlichen Einfluss.

 

Was heißt eigentlich Infrastruktur?

 

Infrastruktur ist ein Wort, das oft im Zusammenhang mit Ländern, Städten und Gemeinden fällt. Es bezeichnet die Ausstattung eines Gebiets als Voraussetzung für die Versorgung der Bevölkerung. Die Infrastruktur ist für die Wirtschaft wichtig und muss immer wieder ausgebaut werden, um den Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen. Da alle von einer guten Infrastruktur profitieren sollen, ist meistens der Staat für den Auf- und Ausbau verantwortlich. Dazu zählt einerseits der Aufbau der technischen Infrastruktur; also die Energieversorgung, alles rund um den Verkehr, Datenleitungen für die Nutzung des Internets oder die Entsorgung und Kanalisation. Mindestens genauso wichtig ist aber auch die soziale Infrastruktur – dazu gehören Bildungsangebote, das Gesundheitssystem, kulturelle Einrichtungen wie Museen oder Bibliotheken, aber auch Organisation der öffentlichen Sicherheit und der Freizeitangebote.

 

Spannender Ausblick in die Zukunft

 

xStarters: Inwiefern spielt die Infrastruktur denn im Zusammenhang mit Mobilität eine Rolle?

Axel Heinrich: Je nachdem, wie viel Platz man für die Fahrzeuge zur Verfügung hat, wie die Bodenbeschaffenheit ist, ob es nur holprige Landstraßen oder mehrspurige Autobahnen und Schienen gibt – diese Grundvoraussetzungen beeinflussen die Art der Mobilität, die man anbieten kann. Auch die Energieversorgung spielt bei E-Autos eine große Rolle. Für die Elektrifizierung unserer Fahrzeuge wird deshalb die Infrastruktur zum Laden, aber auch die digitale Infrastruktur für Mobilitätsservices immer wichtiger.

xStarters: Sie haben es selbst gerade schon angesprochen – Produkte verändern sich auch entsprechend der Wünsche und Lebenswirklichkeiten der Kunden. Gerade in Städten sollen in Zukunft selbstfahrende Autos neue Angebote schaffen, um das Leben dort einfacher und besser zu machen. Welche sozialen Veränderungen sind Ihrer Meinung nach durch autonom fahrende Fahrzeuge konkret zu erwarten?

Axel Heinrich: Oh, das werden viele Veränderungen sein. Wenn es nachhaltig klappt, den Verkehr zu automatisieren, dann kann dieser besser gesteuert werden. Autonome Fahrzeuge haben keinen aggressiven Fahrstil und sie werden (wie es bei menschlichen Fahrern leider passieren kann) auch nicht dadurch abgelenkt, dass sie am Handy spielen oder ähnliches. Das bedeutet unter anderem: mehr Sicherheit im Straßenverkehr für alle.

Es werden aber auch neue Services möglich – zum Beispiel für bestimmte Gruppen, die bisher nicht so stark wie andere von der Mobilität profitieren konnten. Der Alltag wird für Personen mit eingeschränkter Mobilität (z.B. blinde oder körperlich beeinträchtigte Menschen) enorm erleichtert werden, wenn sie selbstfahrende Fahrzeuge nutzen können. Auf die gesamte Gesellschaft gesehen wird sich vielleicht auch unsere Vorstellung vom Besitz verändern: Ein eigenes Auto zu haben, wird vielleicht nur noch für Vielfahrer oder Liebhaber attraktiv sein.

 

Axel Heinrich

Experte Volkswagen Group Innovation

Denkt an Eure Zukunft und fordert diese ein. Geht einen Schritt nach dem anderen, wenn ihr nach Lösungen sucht. Geht euren Weg gemeinsam und friedlich, dann werdet ihr bestimmt Erfolg haben.

Neue Lösungen im Bereich Mobilität

 

xStarters: Das ist ein spannender Blick in die Zukunft. Warum ist es denn so wichtig, im Bereich Mobilität neue Lösungen zu finden?

Axel Heinrich: Mobilität ist ein wichtiger Treiber für soziale Freiheit und wirtschaftlichen Wohlstand. Ressourcen, Güter und der kulturelle Austausch – all das können wir nur nutzen, wenn es erreichbar ist. Ohne einen Weg, von A nach B zu kommen, müssten wir immer an einem Ort bleiben; wir würden nur digitale oder lokale Erfahrungen machen. Wir bei der Volkswagen Group Innovation haben es uns zur Aufgabe gemacht, gemeinsam die Grundsteine für die Mobilität von morgen zu setzen, indem wir wichtige Innovationen erforschen. Auch andere Bereiche arbeiten an Lösungen, um individuelle Mobilität grün und verfügbar für die kommenden Generationen zu gestalten.

xStarters: In der Challenge geht es ja auch darum, Lösungen zu finden, um Fahrzeuge für einen guten Zweck nutzen zu können. Was bedeutet für Sie ganz persönlich gesellschaftliches Engagement?

Axel Heinrich: Gesellschaftliches Engagement hat viele Gesichter. Man kann direkt oder indirekt einen Beitrag leisten. Wichtig ist, dass das Engagement von Herzen kommt, dass es keine Erwartung des Zurückzahlens gibt und dass es freiwillig ist. Mich persönlich erfüllt es, wenn ich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten darf und in ihnen die Begeisterung für Innovation wecken kann.

xStarters: Was geben Sie gerne diesen jungen Menschen mit auf den Weg und was würden Sie unseren Challenge-Teilnehmern raten?

Axel Heinrich: Denkt an Eure Zukunft und fordert diese ein. Geht einen Schritt nach dem anderen, wenn Ihr nach Lösungen sucht. Geht euren Weg gemeinsam und friedlich, dann werdet ihr bestimmt Erfolg haben.

xStarters: Vielen Dank für das interessante Gespräch!

 

Wollt ihr mehr über das Thema sozial und mobil erfahren?

Dann schaut doch mal bei unserer Challenge zum Thema Build on Volkswagen vorbei und lasst euch von den Inhalten inspirieren. Hier haben wir zusammen mit der Group Innovation Lösungen auf die Frage: Was ist deine Idee für einen fahrbaren Raum, um Mobilität sozialer zu machen? gesucht.

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