20.12.2019

Entorganics – die Metamorphose einer Idee

Sebastian Droschinski

Ideen sind kleine, fragile Geschöpfe.

Langsam krabbeln sie vor sich her, müssen der Witterung widerstehen und stetig Input futtern, um gedeihen und sich entwickeln zu können. Projekte verweilen meist lange in diesem Larven-Stadium. Erst nach einer Weile entwickeln sie sich zu einem prächtigen Schmetterling. Passend zu dieser prächtigen Einleitung möchten wir noch einmal die Entwicklung unserer ersten Challenge-Gewinner unter die Lupe nehmen. In diesem Fall sind wir nicht nur Inspirationsspender, sondern werden von solchen Geschichten und Projekten selber inspiriert – und bilden damit einen steten Kreislauf und Austausch der Inspiration. Eines kann ich schon vorweg sagen: Es ist viel passiert bei Kai und Finn, den Entorganics.
Gründer von Entorganics

Die Idee, die Effekte, der Lifestyle

Wir erinnern uns an die beiden smarten Jungs aus dem Rheinland. Ihre Faktenlage bleibt seit jeher die gleiche: wir haben eine wachsende Gesellschaft, eine höhere Awareness, was Nahrungsaufnahme angeht, und auch eine Notwendigkeit für nachhaltige Lösungen in der Nahrungsproduktion. Die Lebensmittelherstellung ist allein in Deutschland für 35% des ökologischen Fußabdrucks verantwortlich. 80% davon lassen sich wiederum auf die tierischen Lebensmittel zurückführen. Der Schlüssel: Die entovegane Ernährung, oder wie es die Entorganics nennen – den entoveganen Lifestyle. Also eine Bewegung, die pflanzliche Ernährung durch Insekten (als Proteinlieferant) ergänzen möchte.
Maden und Gemüse auf dem Teller

Ein Triple-Plus-Geschäft

Die Junggründer versprechen sich dadurch weniger CO2 in der Produktion von Lebensmitteln, weniger Einsatz von Wasser und eine gesündere Ernährung beim Konsumenten. Und ein Konzept, welches die Jury unser damaligen Challenge vollends überzeugt hat. . Dafür gab es den ersten Platz und die Möglichkeit in einem Accelorater in Berlin an der Idee zu arbeiten.

Jetzt wandert die kleine Idee im Larven-Stadium durch unser NextCoder Accelerator Programm, lässt sich beraten und entwickelt die Geschäftsidee immer weiter. Bis schließlich der entscheidende Faktor “Fitness” noch zur Geschäftsphilosophie addiert wird. Wir bewegen uns weg vom Raupenburger und hin zum Fitness-Proteinpulver. Mit ihrer Mischung zum Herstellen von Proteinriegeln auf Insektenbasis sagen sie nebenbei auch den einzeln verpackten Powerriegeln den Kampf an. Zutaten sind lediglich Reis, Insektenmehl, Stevia und Kakao mit einigen Kniffen und Zutaten kann man sich dann schnell einen Proteinreichen Snack selber backen. Mehr Superfood zum einboxen, weniger Wegwerfgesellschaft.


Möglichkeiten zu Kooperationen werden ausgelotet und die Businesspläne angepasst. Millionen Fitnessclub-Mitglieder versprechen eine ansprechende Klientelbasis.Und: Image is everything. Präsentiert wird der Firmenauftritt in einer Ästhetik, die sich mit jedem anderen Start-up messen kann.

Ob nun Social Media, Homepage oder Pressemappen – alles erstrahlt im Hochglanz-Style, denn auch das Auge isst mit.
Wir sahen Crowdfunding, Medienauftritte und den Launch einer Website, eine stetige Entwicklung der Ursprungsidee. Von der Experimentierküche im Hause der Eltern, hin zur Produktidee mit detaillierter Marktanalyse.

Und aktuell? In ihrer Metamorphose sind die Entorganics gerade in ihrem fortgeschrittenen Puppenstadium. Denn im Januar releasen die Jungunternehmer ihre Fitnessmarke und wenn man ihren Aussagen Glauben schenken darf, ist das erst der Anfang. Ihre Vision ist noch viel größer. Ein Kokon wird sie nicht halten. So eine Metamorphose ist schon eine faszinierende Sache, nicht nur im Tierreich.

Magazin

Was dich noch interessieren könnte