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Social Business

Geschäftsmodell geht auch sozial!

Leonie Matt | 06.12.2018

Soziale Probleme unternehmerisch angehen ist kein Wunschdenken, sondern wird weltweit an vielen Stellen schon gelebt.
Das Social Business oder Sozialunternehmen ist ein wirtschaftliches Konzept, das auf den Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus zurückgeht. Unternehmen sollen dabei soziale und ökologische gesellschaftliche Probleme lösen, um damit den Kapitalismus zukunftsfähig zu machen. Das Social Business zeichnet sich durch insgesamt 7 Prinzipien aus, zwei Merkmale davon sind unter anderem: Das Unternehmen dient der Lösung eines sozialen Problems und die Investoren verzichten auf spekulative Gewinne.


Vielleicht habt ihr schon einmal vom Konzept der Mikrokredite aus Bangladesch gehört, mit dem auch den ärmsten Menschen aus der Bevölkerung kleine Kredite angeboten werden, damit sie ihr eigenes kleines Unternehmen aufbauen und sich somit aus der Armut befreien können. Mit diesem Social Business, der Grameen Bank, wurde Muhammad Yunus weltberühmt.


Ein Beispiel für ein – in diesem Fall deutsches – Social Business ist Dialog im Dunkeln. Wusstest du, dass weltweit etwa 35 Millionen Menschen blind sind? Allein in Deutschland sind 500.000 Menschen sehbehindert. Bei Dialog im Dunkeln begeben sich Sehende in komplett dunkle Räumlichkeiten, um alltägliche Situation aus der Lebenswelt blinder Menschen zu erleben – sie bestellen etwa an einer Bar, essen im Restaurant oder bezahlen mit Bargeld. Blinden Menschen wird Arbeit ermöglicht, indem sie als Guides tätig sind. Dialog im Dunkeln gibt es momentan in Hamburg und Frankfurt am Main.


Ein weiteres Beispiel kommt aus Bangladesch: Grameen Shakti ist ein Business, das Solar Home Systeme für die ländliche, arme Bevölkerung des Landes anbietet. In diesen Regionen ist die Stromversorgung häufig nicht gegeben, sodass durchaus vorhandene elektronische Geräte nicht genutzt werden können. Grameen Shakti ermöglicht seit 1996 vielen Menschen den ersten Zugang zu Elektrizität. Zudem wurden bisher mehr als 3.000 Frauen als Technikerinnen ausgebildet, um dem weiblichen Geschlecht Zugang zu Arbeit zu gewährleisten.

Vor einigen Wochen fand der Global Social Business in der Autostadt in Wolfsburg statt, ausgerichtet von Volkswagen und dem Grameen Creative Lab. Dort erzählten Social Business Unternehmer aus aller Welt von ihren Erfahrungen.

Viele Grüße von euren xStarters :-)

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