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Ein Zwischenbericht von unserer xStarters Roadtour

Mit dem xStarters Kreativlab einmal quer durch Deutschland

Der xStarters Truck in Wiesbaden
Leonie Matt | 26.08.2018

Seit ziemlich genau zwei Wochen „touren“ wir nun bereits durchs Land. Zugegeben – das klingt schon ein bisschen nach einer Band, die auf Tournee ist oder einem Wanderzirkus. Nach den vergangenen Tagen können wir sagen: Ein paar Parallelen lassen sich schon erkennen – dazu später mehr!

Der Reihe nach… Warum macht xStarters eine Roadtour?
Einige haben es vielleicht schon gehört: xStarters ist erst in diesem Jahr ins Leben gerufen worden. Wir möchten junge Menschen wie dich dazu ermutigen, ihre digitalen Fähigkeiten auszubauen und zur Erarbeitung einer eigenen sozialen Idee zu nutzen. Dadurch, dass xStarters selbst noch so jung ist, ist es uns wichtig, uns nicht nur über Social Media miteinander auszutauschen, sondern – so undigital das auch sein mag – auch im realen Leben.

Junge Menschen trifft man, wie ihr euch vorstellen könnt, in der Regel in der Schule – daher war für uns schnell klar, dass wir genau diese besuchen möchten. Das wir das Ganze mit Hilfe eines ausklappbaren LKW, der in weniger als einer Stunde zu einem Kreativlab transformieren kann, realisieren, ergab sich jedoch erst später.
Insgesamt sind wir nun schon seit dem 13. August an zehn Schulen aller Lernformen unterwegs und machen Workshops mit den neunten bis 13. Jahrgängen. Wir haben bisher die Städte Wiesbaden, Frankfurt am Main und Wolfsburg besucht. Seit letzter Woche Donnerstag sind wir an verschiedenen Schulen in Berlin und last but not least geht es für die letzten beiden Tage nach Bad Oldesloe bei Hamburg.

Während die älteren Schüler dazu tendieren, sich auf die „inneren Werte“ unseres xStarters Mobils zu besinnen und Fragen zur Challenge stellen, die im Oktober startet, bestaunen die jüngeren Klassen häufiger den Truck an sich: „Boaaah und der klappt sich komplett zusammen?! Zeig mal!“ oder auch Fragen wie: „Cool! Schlaft ihr dann da alle drin?“ begegnen uns häufiger* während der Pausen.

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Der Workshop zur Ideenentwicklung – Wie kann älteren Menschen zu mehr Mobilität verholfen werden?
Während der Unterrichtsstunden finden am Vormittag in der Regel die Workshops zur Ideenentwicklung statt. Unser mobiles Kreativlab bietet ausreichend Platz für eine Schulklasse.

An insgesamt vier verschiedenen Stationen beschäftigt ihr euch mit dem folgenden Fall: Häufig sind ältere Menschen nicht mehr so sehr mobil. Sie haben deswegen Schwierigkeiten, alltägliche Wege, wie zum Einkaufen oder zum Arzt, zu bewältigen.
In der ersten Station geht es um eine erste Entwicklung von Ideen zur Lösung des Problems. Jeder einzelne macht sich kurz selbst Gedanken, bevor die Ideen nach ein paar Minuten vorgestellt und zusammengetragen werden. Im Anschluss werden die einzelnen Vorschläge der „How-Wow-Now-Matrix“ zugeordnet. Dies geschieht anhand der Kriterien Umsetzbarkeit und Nutzen der Idee.

Die zweite Workshopstation befasst sich mit der Zielgruppe. Bei der „Personaentwicklung“ geht es darum, sich möglichst genau mit älteren Menschen, ihren Eigenschaften und Bedürfnissen sowie ihrem Tagesablauf auseinanderzusetzen. Gar nicht so leicht, wenn die Zielgruppe ungefähr 60 Jahre älter als man selbst ist, aber trotzdem notwendig, um an den Ideen zu arbeiten, die den älteren Menschen tatsächlich helfen.
Weiter geht es mit der Frage nach dem „Wie?“. Diese stellen sich die Jugendlichen aus dem Team Prototyping. Sie erhalten zu Beginn eine App-Idee, die älteren Menschen zu mehr Mobilität und Lebensqualität verhelfen soll. Mit Hilfe von „Smartphone-Wireframes“ überlegt sich die Gruppe verschiedene Funktionen und eine zielgruppengerechte Ansicht und einfache Bedienbarkeit der App.
Last but not least beschäftigt sich ein Teil der Klasse mit dem Logodesign. Auch hier wird ein fiktives Unternehmen vorgegeben, für das an der Station ein geeignetes, aussagekräftiges Logo entwickelt werden soll. Besonders gut zeichnen können braucht man hierfür nicht; vor allen Dingen sollen die Jugendlichen sich Gedanken darüber machen, was sie mit ihrem Design vermitteln möchten.
Am Ende der Workshoprunde stellt jede Gruppe ihre Ergebnisse in „Elevator-Pitches“, also in einem Vortrag von maximal 90 Sekunden, der Klasse vor. Außerdem können Fragen zu xStarters und der Challenge im Oktober gestellt werden.
Uns begeistert vor allen Dingen eure Begeisterungsfähigkeit und Kreativität!
Es ist bemerkenswert, wie flexibel ihr seid: Statt zum Mathe-, Bio- oder Chemieunterricht zu gehen, kommt ihr als Horde in unseren Truck, ihr beschäftigt euch mit einem vorgegebenen Problem oder überlegt euch in unseren mini-Challenges direkt eine eigene Herausforderung und arbeitet in Teams an der Lösung. Es ist cool zu sehen, dass viele von euch keine Scheu davor haben, anders zu denken. Ihr seid schon sehr selbständig und bei xStarters möchten wir genau diese Eigenschaft fördern.

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Was gibt es sonst noch zu sehen im xStarters Truck?
Der Truck ist ziemlich geräumig und trotzdem gemütlich, fast schon wie ein Wohnzimmer. Wenn wir nicht gerade Prototypen bauen, Personas kreieren, Logos designen oder Ideen entwickeln, rufen wir die xStarters Mini-Challenge aus, bei denen in Teams an innerhalb einer Stunde an eigenen Ideen gebastelt wird. Außerdem bieten wir ein Job Q&A an und informieren über unsere Berufe und das, was wir studiert haben: Wir sind nämlich ein ziemlich bunt gemischter Haufen, bestehend aus Psychologen, Pädagogen, Designern oder Programmierern.
Ansonsten ist natürlich auch der Truck an sich ein echtes Erlebnis: An jeder Schule bauen wir unsere Möbel erneut auf (und nachmittags dann wieder ab), da dieses mobile Klassenzimmer sich für die Fahrt komplett zusammenfährt. Dabei fühlen wir uns manchmal übrigens tatsächlich ein wenig wie auf Tour oder im Wanderzirkus. Aber all die Mühe lohnt sich, wenn wir im Laufe des Tages in aufgeregte Gesichter schauen und feststellen, dass wir euch für digitale und soziale Ideen und für xStarters begeistern konnten.
Schildert uns gerne in den Kommentaren/ auf Instagram euren Eindruck vom Truck – wir sind gespannt!
Eure xStarters
*Und nein, wir schlafen übrigens nicht in dem Truck :-)

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