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Greta Thunberg

Schwedische Schülerin streikt für den Klimawandel

Leonie Matt | 22.01.2019

Ein Artikel von Moana Keiper

 

Greta Thunberg erfuhr zum ersten Mal in der Grundschule vom Klimawandel. Damals erklärte ein Lehrer, warum man Lampen ausschalten sollte, wenn man sie gerade nicht braucht. Das, was er dann von schmelzenden Polarkappen, der Zerstörung von Lebensraum und dem Anstieg der Durchschnittstemperaturen erzählte, klang so beängstigend, dass Greta es kaum glauben konnte. Sie war sich sicher: Wenn es so etwas wirklich gab, dann müsste das doch überall ein Thema sein. Dann würde doch irgendjemand irgendetwas dagegen tun?!
Davon könnte man eigentlich ausgehen. Denn es ist unbestritten, dass heute große (und schnelle) Veränderungen notwendig sind, damit zukünftige Generationen gut auf der Erde leben können. Schon jetzt weiß man, dass der Klimawandel nicht mehr aufgehalten, sondern nur noch in seinen negativen Auswirkungen begrenzt werden kann. Viele Organisationen, Länder und Firmen haben das verstanden und entsprechende Aktionen gestartet (zum Beispiel ist der Klimaschutz ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, den sogenannten SDGs). Es gibt aber leider auch Politiker, die den Klimaschutz behindern oder sogar bezweifeln, ob es so etwas wie einen Klimawandel überhaupt gibt.

Klimawandel:

Was ist das eigentlich?

 

Der Begriff Klimawandel beschreibt die über einen gewissen Zeitraum stattfindende dauerhafte Veränderung des Klimas, die sich auf Menschen, Tiere und Pflanzen auswirkt. Das ist in den letzten Millionen von Jahren schon öfter auf der Erde passiert. Allerdings gibt es auch einen von Menschen gemachten Klimawandel, der sich in seiner Schnelligkeit und extremen Ausprägung vom natürlichen Klimawandel unterscheidet. Die Ausbeutung der Natur, der Ausstoß von Treibhausgasen und die Tatsache, dass immer mehr Menschen auf engstem Raum in Städten leben: das alles sind Gründe für die gefährliche Erwärmung unserer Erde, auf die Wissenschaftler und Naturschützer schon seit Jahren aufmerksam machen.
Warum das so gefährlich ist? Wenn es mit der Erderwärmung so weitergeht, werden die Ernten vor allem in armen Regionen in Afrika oder Asien immer schlechter ausfallen, Naturkatastrophen wie Brände, Stürme oder Hitzewellen werden zunehmen und der Meeresspiegel wird steigen, sodass Großstädte wie London, Tokio, Hamburg und Amsterdam überflutet werden könnten.

 

Vielen Menschen ist bewusst, dass man etwas gegen den Klimawandel unternehmen muss. Sie glauben aber, dass sie alleine nichts bewegen können. Greta gehört zu den Menschen, die nicht mehr tatenlos zusehen wollen. Die 15-Jährige Klimaschutzaktivistin ist überzeugt, dass unsere Politiker nicht schnell genug handeln. Als ihr Heimatland Schweden im Sommer 2018 von einer ungewöhnlichen Hitzewelle erfasst wurde, beschloss sie deshalb, Freitags nicht mehr zur Schule zu gehen, sondern stattdessen vor dem schwedischen Parlament zu demonstrieren und so auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.
Greta ist sich sicher, dass man klare Worte finden muss, wenn man etwas zum Positiven verändern möchte – ganz egal, wie unangenehm diese Gespräche sind. Ihr ist es wichtig, dass bestimmte Tatsachen nicht ignoriert werden: zum Beispiel, das jeden Tag bis zu 200 Tierarten aussterben. Deshalb nutzt Greta auch soziale Medien, um ihre Message zu verbreiten – und ist somit ein gutes Beispiel dafür, wie man neue Technologien einsetzen kann, um gesellschaftliche Veränderungen zu erreichen (#digitalsozial).

Greta Thunberg

15-jährige Klimaaktivistin

Ihr sagt, dass ihr eure Kinder über alles liebt. Und trotzdem stehlt ihr ihnen ihre Zukunft, direkt vor ihren Augen.

 

Beeindruckt von Gretas Standfestigkeit, schlossen sich ihr immer mehr junge Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt an und demonstrieren seitdem jeden Freitag für den Klimaschutz. Es entstand eine Bewegung, die auch in Deutschland viele Menschen begeistert hat: „Fridays vor Future“. Dort kommen Leute zusammen, die auf den Klimaschutz aufmerksam machen und ganz deutlich sagen: „There is no planet B!“ (= wir haben nur den einen Planeten!).
Greta wurde kürzlich vom Time Magazin unter die Top 25 der einflussreichsten Menschen unter 20 Jahren gewählt. Sie wurde außerdem zum Weltklimagipfel eingeladen und hat dort vor führenden Weltpolitikern eine Rede gehalten. Wer also glaubt, man könnte als einzelner junger Mensch nichts bewegen, wird durch ihre Geschichte eines Besseren belehrt. Greta Thunberg hat ihre Stimme erhoben und wurde gehört. Sie steht erst am Anfang ihres Lebens und ist schon jetzt ein Vorbild für alle, die etwas zum Positiven verändern möchten.

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