Impressum & Rechtliches

Menschen verbinden

Das exponentielle Denken

Leonie Matt | 10.08.2018

Stellt euch vor, ihr habt bei einer Ausschreibung gewonnen.

Lesezeit: 5 Minuten

Um euren Preis zu erhalten, müsst ihr zwischen zwei Optionen wählen:

  • Option A: Ihr erhaltet einen Monat lang 10.000€ pro Tag
  • Option B: Ihr erhaltet am ersten Tag einen einzigen Cent, der sich aber jeden Tag bis zum Ende des Monats verdoppelt
     

Welche Variante würdet ihr auswählen? Die erste Option klingt erstmal verlockender, oder? Und das ist sie auch: kurzfristig, also bis zum 18. Tag, hat man hier definitiv die richtige Entscheidung getroffen. Aber wie sieht es langfristig aus?

Wenn man bis zum Ende des Monats schaut, ist Option B die bessere Entscheidung.
Das liegt daran, dass die Entwicklung der beiden Optionen unterschiedlich ist. Wir Menschen sind es eigentlich gewohnt, dass sich Dinge linear entwickeln – das bedeutet, dass wir unsere Vorstellung der Zukunft auf der Vergangenheit aufbauen und erwarten, dass es genauso weitergeht (Option A). Tatsächlich verläuft die Entwicklung neuer Technologien heute schon eher sprunghaft (Option B), aber wir als Menschen sind noch nicht daran gewöhnt.
Diese Art des Wachstums trifft natürlich nicht auf jede neue Erfindung oder jedes neues Produkt zu – aber wenn, dann nennt man diese Entwicklung „exponentielles Wachstum“.

Was macht exponentielle Technologien aus?

Exponentielles Denken-1

Neue Technologien entwickeln sich nicht linear,
… sondern erstmal sehr langsam und dann plötzlich ganz schnell. Als das Internet in JAHRESZAHL erfunden wurde, konnte noch keiner absehen, was sich dadurch langfristig verändern wurde – und heute können wir uns eine Welt ohne Internet nicht mehr vorstellen.

 

Exponentielle Technologien sind nicht statisch

Das bedeutet, sie verändern sich andauernd, und manchmal auch in eine Richtung, die völlig anders ist als die ursprüngliche Ausrichtung. Das Telefon zum Beispiel gibt es schon seit länger – aber durch die Verbindung mit der Erfindung des Internets hat sich die ursprüngliche Funktion vollkommen verändert. Wer von euch benutzt sein Handy hauptsächlich zum Telefonieren? Ich jedenfalls nicht. Und obwohl das Produkt noch seinem ursprünglichen Ziel dient – Menschen zu verbinden – hat dieses Ziel durch neue Technologien eine völlig neue Dimension bekommen.

FUN FACT

Mit einem durchschnittlichen Handy heute hat jeder Einzelne von uns deutlich mehr Rechenpower als die gesamte NASA, als sie zum ersten Mal zum Mond geflogen sind.

Die Welt, in der wir leben, verändert sich ständig. Besonders in den letzten 50 Jahren konnten wir große Schritte in der technologischen Entwicklung beobachten. Ein Schreibtisch in 1970 sah zum Beispiel ganz anders aus als heute. Daran kann man erkennen, dass neue Technologien nicht nur Neues hervorbringen, sondern auch Altes verschwinden lassen.

Wenn das passiert, spricht man von einer „disruptiven Technologie“, weil sie den Status Quo für bestimmte Geschäftsfelder verändern. Ein Beispiel sind Services wie AirBnB, die das Übernachten auf einer Reise verändert haben; Amazon, die als Online-Händler die traditionellen Geschäfte aufmischen; oder UBER, das dem Taxibetrieb Konkurrenz macht.

Nicht immer sind diese Technologien für alte, bewährte Produkte „bedrohlich“ – aber manchmal eben schon. Deshalb müssen auch große, erfolgreiche Unternehmen versuchen, immer wieder kreativ zu werden und sich selbst weiterzuentwickeln. Sonst werden sie möglicherweise von ihren neuen Konkurrenten dazu gezwungen.

 

Was hast du noch für Fragen zum exponentiellen Denken?

Stell sie uns gerne auf Instagram oder Facebook.


Eure Moana

Verwandte Themen

Das könnte dich auch interessieren